Regionalexpress-Haltepunkte in Weilerswist und Mechernich bleiben bestehen!

27.05.2020 - SPNV - wichtige Entscheidung wurde getroffen...

In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr des Kreistags Euskirchen wurde auch die Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung der Eifelstrecke behandelt und beschlossen, dass die RE-Haltepunkte in Mechernich und Weilerswist bestehen bleiben.  Zur Auswahl standen zwei Möglichkeiten, wobei eine zur Folge gehabt hätte, dass der Regionalexpress (RE) nicht mehr in den beiden Orten hält. Diese wären dann nur noch von einer S-Bahn bedient worden. In der Diskussion wurde von zwei Fraktionen für den Wegfall der Haltestellen argumentiert. Sie ließen sich diese aber später von Sachargumenten überzeugen, so dass eine einstimmige Entscheidung für den Erhalt der beiden RE-Haltepunkte gefasst werden konnte. Der Regionalexpress wird daher bei einer Elektrifizierung der Eifelstrecke auch weiterhin in Weilerswist und Mechernich halten. Zusätzlich wird für den S-Bahn-Betrieb auch ein Haltepunkt in Euskirchen-West eingerichtet werden.

Hintergrund der Diskussion war eine Machbarkeitsstudie für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eifelstecke. Sie steht im Zusammenhang mit der sogenannten "Westspange" in Hürth. Aufgrund ihres Baus werden zukünftig keine Kreuzungen mit den Zügen aus und in Richtung Bonn benötigt, so dass ein 20-Minuten-S-Bahn Takt von Köln HBF bis Kall eingerichtet werden kann. Auf dieser Grundlage waren zwei Planfälle angedacht, bei denen nach einer Variante alle Regionalexpresszüge nicht mehr in Weilerswist und in Mechernich stoppen sollten. Auf diesem Wege wollte man mit dem Regionalexpress nur noch 44 Minuten von Kall nach Köln benötigen. Die Bahnhöfe Mechernich und Weilerswist sollten dann nur noch durch die S-Bahn angefahren werden. Nach dem anderen - in der Sitzung beschlossenen- Planfall sind weiterhin Regionalexspress-Stopps in beiden Orten vorgesehen, wobei  nach der Entscheidung nun die Fahrtzeit Köln-Kall 48 Minuten beträgt.

Vor dem Hintergrund, dass diese beiden Haltepunkte zum einen für die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler wichtig sind und zum anderen der Halt des RE für die Entwicklung der beiden Kommunen besonderes Gewicht besitzt, habe ich mich als CDU-Landratskandidat der CDU  von Anfang an für die letzte Variante ausgesprochen. Eine 4 Minuten längere Fahrzeit sowie die etwas höheren Kosten rechtfertigen - angesichts der besonderen Bedeutung für die Kommunen - nicht den Verzicht auf die beiden Bahnhöfe beim Regionalexpress. Gut, dass diese Entscheidung so getroffen wurde!